Phytotherapie TEN

Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Heilpflanzenrezepte wurden während Jahrhunderten, ja Jahrtausenden von Generation zu Generation überliefert und haben bis heute ihre Bedeutung erhalten. – Die Phytotherapie verbindet die Erfahrungen traditioneller Pflanzenheilkunde mit den Erkenntnissen neuzeitlicher Arzneipflanzenforschung.

 

TEN ist die Bezeichnung für Traditionelle Europäische Naturheilkunde.

 

Die Pflanzenteile werden frisch und/oder getrocknet als Tee, Saft, Tinktur, Spagyrik, Mazerat, Ätherisches Öl, Emulsionen, Extrakt, Pulver, u.a. therapeutisch angewendet. Da immer Stoffgemische wirken, können Heilpflanzen verschieden ausgeprägte Wirkungen haben und so bei verschiedenen Krankheitsbildern zur Anwendung kommen. 

 

 

Tee

 

Schon seit dem Altertum werden aus den Heilpflanzen und Kräutern einfache Aufgüsse, Auskochungen oder Kaltauszüge hergestellt, um deren heilenden Wirkstoffe im Wasser als Getränk zu nutzen.

Aufgüsse: Kraut oder Blüten mit heissem Wasser übergiessen und 5–10 Minuten ziehen lassen, danach abseihen

Abkochung: Wurzeln, Rinden oder Samenkörner 10–20 Minuten lang im Wasser kochen, danach abseihen

Kaltauszug: Kraut, Blüten, Wurzeln, Rinden und Samen können alle mit kaltem Wasser übergiessen 8 Stunden (am besten über Nacht) ziehen lassen, danach abseihen

 

 

Saft

 

Mittels einer geeigneten Saftpresse, können sehr nährstoffreiche Säfte von Pflanzen und Beeren gewonnen werden. Bei der Kaltpressung bleiben Vitamine und Nährstoffe vollständig erhalten.

 

 

Frischpflanzentinkturen

 

Tinkturen besitzen eine hohe Wirkstoffkonzentration und die Information der ganzen Pflanze. Die Wirkstoffe des zerkleinerten Pflanzenmaterials, werden über eine wässrige Alkohollösung extrahiert. Bei einer solchen Extraktion lösen sich sowohl die wasserlöslichen als auch die alkohollöslichen Stoffe in der Tinktur. – Ein idealer Ersatz für Kräutertees, wenn es die äusseren Umstände (Arbeitsplatz, Reisen) nicht erlauben, einen Tee zuzubereiten.

Aristoteles (384 v.Chr.) war einer der ersten, welcher sich der wertvollen Arzneiform bediente und auch der berühmte Naturarzt Paracelsus (1493-1541) hat die Behandlung mit Tinkturen angewendet.

 

 

Spagyrik

 

Sie ist eine Jahrtausend alte Heilkunst, gewachsene auf der alchemistischen Tradition und unterscheidet sich klar vom Verfahren der modernen Phytotherapie und der klassischen Homöopathie. – Der Universalgelehrte Paracelsus, gilt als Vater dieser alten Heilkunst, welche sich bis heute erhalten hat. – Die Alchemie basiert auf einem mystischen ureigenen Gedankengebäude als Leitidee, welche das Leben aus 3 Anteilen bestehend sieht: 

Materie (Sal) – Verbindung (Merkur) – Geist (Sulphur)

Für eine spagyrische Essenz werden die Pflanzenteile in spezifischen mehrstufigen Herstellungsschritten (Gärung, Destillation, Veraschung) aufgeschlossen (sozusagen aus der Bindung der Materie gehoben), wandelt sie um und führt sie schlussendlich wieder zusammen («verschüttelt», in einer höheren Form und somit ungiftig, was vorher giftig war).

 

 

Gemmotherapeutika

 

Die Gemmotherapie ist das «Lebendigste» der Pflanzen. – Gemmo ist lateinisch und bedeutet Knospe. – In den frischen Knospen und Sprossen der Pflanzen stecken deren gesamte Lebens- und Wachstumskräfte. Sie sind reich an pflanzlichen Wachstumsfaktoren. In dieser jungen Phase erreicht eine Pflanze die höchste Potenz an Vitalität!

Diese Vitalität zu nutzen, war das Ziel des Entdeckers der Gemmotherapie, Dr. Henry Pol aus Brüssel. 

Die Therapie ist seit vielen Jahren bekannt – und wird hauptsächlich in Frankreich durch Ärzte gemäss entsprechendem Blutbild angewandt. – Die Indikationen sind hier ein wenig anders, als in der herkömmlichen Pflanzenheilkunde, da die Gemmotherapie über die pflanzlich gelösten Eiweisse des embryonalen Pflanzengewebes (Knospen) wirksam ist.

 

 

Astromedizin

 

Eine Medizin der Resonanz mit den Sternen, welche das grosse kosmische Geschehen untrennbar mit dem Irdischen verbindet (wie oben, so unten – wie innen, so aussen). – Die Astrologie ist eine der ältesten Wissenschaften des Menschen, mit Jahrtausend alten Erfahrungswerten. Sie ist im Sinne einer «Zeitkunde» zu verstehen, welche die qualitative Be-Deutung der Gestirnprinzipien, Tierkreiszeichen, Temperamente und vieles mehr verknüpft. Die Einbeziehung astromedizinischer Überlegungen (Anatomie, Physiologie, Pathologie, Lebensalter, Auswahl von Heilmittel, u.a.) sind eine bereichernde Erweiterung und sehr hilfreich bei der Krankheitsbeschreibung und Heilmittelbstimmung.

Die Heilpflanzen werden gemäss Signaturenlehre (kosmologische Analogie-/Entsprechungslehre; eine eigene Bildsprache und Symbolik der Astrologie) ihrer spezifischen Wirkprinzipien und Qualitäten beurteilt und dementsprechend angewendet.

Aus der Sicht der Astromedizin, können Heilpflanzen die Gestirnkräfte regulieren, indem sie die Kräfte verstärken oder abschwächen.

 

Hildegard von Bingen, betrachtete beispielsweise den Menschen als Spiegelbild des Kosmos und dessen Kräfte als unverzichtbaren Bestandteil einer umfassenden Heilkunst. Und Paracelsus erhob die Astrologie als «Mutter der wahren Heilkunst».

 

«Unwissend ist der Arzt, der nichts von Astrologie versteht.»

Hipokrates (ca. 460–370 n.Chr.)

 

Im Sinne des astromedizinischen Konzeptes, gibt es bereits junge naturwissenschaftliche Forschungsgebiete, wie die Chronobiologie und Chronomedizin, welche sich ebenfalls mit der Wirkung endogener (innerlicher) und exogener (äusserer) Rhythmen auf Lebewesen, auf deren Krankheiten und Heilungsprozesse beschäftigten.

 

 

Ätherische Öle

 

Nur echte ätherische Öle haben Ihre nachweisliche Wirksamkeit über den Riechkolben des Gehirns, welcher eine direkte Verbindung zum Limbischen System aufweist. Dieses Limbische System hat einen starken und vielfältigen Einfluss auf die Steuerung des Hormonsystems (Hypothalamus) und das vegetative Nervensystem. Deshalb können ätherische Öle komplexe Vorgänge im Gehirn auslösen, welche eine seelische, stoffliche und bewusstseinsverändernde Wirkung haben. – Unter anderem die Motivation, Kreativität und Konzentration fördern, aber auch Gefühle stabilisieren, seelische Widerstände und Blockaden lösen. – Die Anwendungsmöglichkeiten reichen über Aromalampen, Inhalation, Bäder, Wickel/Kompressen und Massagen.

Die Gewinnung erfolgt meist über die Wasserdampfdestillation, aber auch Kaltauszug (für Zitrusfrüchte, sollten biologischer Herkunft sein, wegen giftigen Spritzmittel) und Extraktion (eher nicht empfehlenswert, weil oft Spuren der Lösungsmittel nachweisbar sind).

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